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Jacob Maos heute Jacob Maos

geboren 1924 als Jacob Osias Hoffmann in Düsseldorf

Jacob Maos‘ Eltern stammen aus Galizien und zogen um 1920 nach Düsseldorf. Er hat eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder. Sein Vater eröffnete eine bald sehr gut gehende Schnellbesohlungsanstalt für Schuhe in der Düsseldorfer Mintropstraße.

Er besuchte die Grundschule, die nach seinen Erinnerungen mit der Jüdischen Gemeinde verbunden war und eine jüdische Religionsschule. Seine Eltern waren sehr religiös. Jacob Maos sang im Chor der Reformsynagoge, sein „frommer“ Vater ging aber nicht dort zum Gottesdienst.

Nach ersten antisemitischen Angriffen wurde sein Vater verhaftet. Daraufhin beschloss die Familie, zu entfernten Verwandten nach Antwerpen zu ziehen. Sein Vater baute seinen Schuhreparaturbetrieb wieder auf, bereitete aber zugleich die Übersiedlung nach Palästina vor. Jacob Maos erlernte die flämische Sprache und besuchte erfolgreich die Schule.

In Palästina litt die Familie zunächst unter finanziellen Schwierigkeiten. Daher verließ er in der 8. Klasse die Schule um als Laufbursche einer Fabrik zu arbeiten und Geld zu verdienen. Dort arbeitete er sich bald hoch, wollte aber unbedingt ein Studium aufnehmen.

Er wurde Mitglied im Maccabi Hatzair und lernte dort seine Frau kennen. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde er Mitglied in der Haganah und kämpfte als Soldat im Unabhängigkeitskrieg. Seine Frau war berufstätig, um ihm ein Studium der Geographie und Architektur zu ermöglichen. Lange arbeitete er im Auftrag der UNO in Lateinamerika. Heute ist er halbtags an der Uni als Redakteur einer geografischen Zeitschrift tätig. Dort fand im Mai 2010 das über zweistündige Interview statt.

Werkstatt der Erinnerung
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Videoauszüge


 Jacob Maos erzählt

pfeil Abfahrt nach Palästina (2:30)
pfeil steiniger Beginn des Lebens in Palästina (Audio) (4:05)
pfeil Zionistische Jugendbewegung und der "jeckische" Ruderclub (1:46)