Hamburger Lebensläufe FZH
Werkstatt der Erinnerung
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Aktuelles
Neues Interview in der Werkstatt der Erinnerung
25.08.09
Neuer Bestand in der Werkstatt der Erinnerung
10.08.09

Das Projekt „Hamburger Lebensläufe – Werkstatt der Erinnerung“ wurde 1989/90 von der damaligen Hamburger Bürgerschaft ins Leben gerufen, um die Erinnerungen der Verfolgten des NS-Regimes in Hamburg zu dokumentieren und sie der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise sollen die Erfahrungen der Menschen, die unter nationalsozialistischer Verfolgung litten, dem „Gedächtnis der Stadt“ erhalten bleiben.

Zunächst wurden vor allem Interviews mit Hamburger Jüdinnen und Juden geführt, außerdem mit politisch Verfolgten und mit Angehörigen anderer Verfolgtengruppen. Die Sammlung über die Verfolgung von Juden im Nationalsozialismus wird fortlaufend um Interviews ergänzt, die im Rahmen des Besucherprogramms des Hamburger Senats für ehemalige jüdische Bürger der Stadt geführt werden.

Zunehmend verfügen wir außerdem über Interviewbestände, die neben der unmittelbaren Nachkriegszeit auch vielfältige Themenfelder bis in die 1970er Jahre zum Inhalt haben. Ergänzend zu den Interviews archivieren wir persönliche Dokumente - Originale oder Kopien bzw. Reproduktionen - wie Schulzeugnisse und Pässe, autobiografische Aufzeichnungen, Fotos und Zeitungsartikel.
Unser Bestand umfasst mittlerweile über 1000 - zumeist verschriftlichte – Interviews.

Interviewführung
Wir führen mit unseren Interviewpartnern lebensgeschichtliche Interviews, d.h. wir orientieren uns nicht an einem Fragebogen, sondern bitten darum, uns Erinnerungen an die Kindheit, das Elternhaus, die Schulzeit, die Jugend und den weiteren Lebensweg zu erzählen. In einer zweiten Phase stellen wir Fragen zu dem Erzählten und haben so die Möglichkeit, einzelne Punkte zu vertiefen. All dies wird mit einem Aufnahmegerät in der Regel auf Audio-Kassetten, gelegentlich auch auf Video aufgenommen.

Archivierung
Die Interviewaufnahme wird zunächst digitalisiert. Auf diese Weise sichern wir sie für einen längeren Aufbewahrungszeitraum im Archiv. Dann wird das gesprochene Wort möglichst genau abgeschrieben, es entsteht das Transkript. Schließlich werden alle Informationen in einer internen Datenbank zusammengefasst und das Interview steht nun bei Anfragen interessierten Nutzern zur Verfügung.

Archivnutzung
Um das Interview zu wissenschaftlichen Zwecken verwenden zu können, bitten wir die Zeitzeugen, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben. Da wir den Datenschutz sehr ernst nehmen, geben wir grundsätzlich keine Adressen weiter. Auch bei Veröffentlichungen darf in der Regel nur ein so genannter Aliasname – ein Pseudonym – verwendet werden.