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Unsere aktuellen Veranstaltungen finden Sie in der Rubrik Termine

Neue Interviewsammlung: Deutsch-Israelischer Jugendaustausch


17.01.12
Die empirische Untersuchung von Simone Heil nimmt den deutsch-israelischen Jugendaustausch in den Blick und konzentriert sich dabei auf die Schüleraustauschprogramme zwischen den Partnerstädten Köln-Tel Aviv und Bremen-Haifa.

Innerhalb des Fachbereichs der auswärtigen Kulturpolitik verfolgt die Arbeit die Zielsetzung, die Verflechtung der besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel und dem Jugendaustausch zu analysieren.

Für ihr Projekt führte Simone Heil 130 qualitative themenzentrierte Interviews sowie quantitative Erhebungen mit sechs verschiedenen Interessengruppen in Deutschland und Israel durch, darunter Politiker, Lehrer, Teilnehmer der Programme sowie weitere an den Austauschen Beteiligte. Diese Interviews können nun in der Werkstatt der Erinnerung eingesehen werden.
Neue Interviewsammlung: Jeckes
11.01.12
Zwischen März und Mai 2010 entstanden in Israel 18 Interviews mit in Deutschland geborenen Israelis, die zwischen 1933 und 1950 nach Palästina/Israel emigriert waren.

Auszüge aus den Videointerviews und einem Audiointerview werden hier präsentiert und stehen in der Werkstatt der Erinnerung zur Nutzung zur Verfügung.
Neue Interviewsammlung: Hamburger Feuersturm
29.11.11


Der „Feuersturm“ steht als Begriff für die Luftangriffe auf Hamburg im Juli 1943. Über 34.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Als tiefste Zäsur des 20. Jahrhunderts brannte sich der „Feuersturm“ in Hamburgs Stadtbild und -geschichte ein. Zugleich ist jedoch über die Auswirkungen dieser Kriegserfahrung sowohl im Hinblick auf individuelle als auch auf transgenerationale Folgen wenig bekannt.
Im Rahmen des Projekts „Zeugen des Hamburger ‚Feuersturms‘ und ihre Familien – ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur transgenerationellen Weitergabe traumatischer Kriegserfahrungen“, das in Kooperation zwischen Forscherinnen und Forschern des Universitätsklinikums Eppendorf und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte erfolgte, wurden von 2006 bis 2010 144 Interviews erhoben. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Gespräche liegen zum einen auf dem Umgang der Betroffenen mit den Folgen der Zerstörungen und Verlusterfahrungen, zum anderen auf der Bedeutung des „Feuersturms“ für die Familiengeschichte.

Literatur:

Linde Apel: „Erinnerte Gefühle – erzählte Erinnerungen. Über Erfahrungen in Krieg und Nationalsozialismus.“, in: Ruth-E. Mohrmann, (Hg.), Generationenbeziehungen in Familie und Gesellschaft, Münster 2011, S.35-57.

Birgit Möller / Malte Thießen: Familiäre Tradierung des „Feuersturms“ in psychologischer und historischer Perspektive: Drei Generationen berichten. In: Zeitschrift für Psychotraumatologie, Psychotherapiewissenschaft, Psychologische Medizin, hg. v. Jörg Frommer und Stefan Trobisch-Lütge, Kröning 2010, S.25-39.

Ulrich Lamparter / Linde Apel / Malte Thießen / Dorothee Wierling / Christa Holstein / Silke Wiegand-Grefe: „Zeitzeugen des Hamburger ‚Feuersturms‘ und ihre Familien. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur transgenerationalen Weitergabe traumatischer Kriegserfahrungen.“ in: Transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten. Interdisziplinäre Studien zur Nachhaltigkeit historischer Erfahrungen über vier Generationen, hg. v. Hartmut Radebold, Werner Bohleber, Jürgen Zinnecker, Weinheim und München 2008, S.215-255.

Malte Thießen: Das Gedächtnis der Stadt : Hamburgs Gedenken an Luftkrieg und Kriegsende 1943 bis 2005, Hamburg 2006.
Neue Interviewsammlung: Der Freideutsche Kreis
06.07.11


Der Freideutsche Kreis

Der Freideutsche Kreis, ein Zusammenschluss ehemaliger Jugendbewegter nach Ende des 2. Weltkrieges, war der Untersuchungsgegenstand des Projektes der Universität Siegen mit dem Titel: „Die Freideutschen - Seniorenkreise aus jugendbewegter Wurzel. Ein Modell für ein sinnerfülltes Alter?“. Das Projekt stand unter der Leitung von Jürgen Reulecke und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Von 1993 bis 1996 wurden insgesamt 62 Interviews mit Mitgliedern des Freideutschen Kreises geführt. Diese Gespräche sind jetzt auch in der WdE archiviert. Allen interviewten Senioren ist ihr Kontakt zur bündischen Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts gemeinsam. Die unterschiedlichen Lebensläufe zeigen immer wieder charakteristische Anknüpfungspunkte: sie stammen aus einem ähnlichen sozialen Milieu, gehören einer Generation an und teilen die gleiche Religionszugehörigkeit. Neben dem lebensgeschichtlichen Teil legen die Gespräche einen zweiten Schwerpunkt auf das Leben im Alter.

Die Ergebnisse des Projektes wurden von Thomas Kohut in dem Sammelband „Generationalität und Lebensgeschichte“ analysiert. Auch Sabiene Autsch beschäftigt sich in ihrer Monographie „Erinnerung- Biographie- Fotographie“ mit den freideutschen Lebensgeschichten.

Literatur:

Thomas Kohut: History, loss and the generation of 1914: the case of the „Freideutsche Kreis”; in: Generationalität und Lebensgeschichte, hg. v. Jürgen Reulecke , München 2003, S.253-277.

Sabiene Autsch: Erinnerung- Biographie- Fotographie: Formen der Ästhetisierung einer jugendbewegten Generation im 20. Jahrhundert, Potsdam 2000.


Mehr aktuelle Informationen über unsere Arbeit erhalten Sie über:

Werkstatt der Erinnerung
in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Beim Schlump 83 D-20144 Hamburg
Fon: +49 40 - 43 13 97-20 Fax: +49 40 - 43 13 97-40
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