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Hamburger Feuersturm

Der "Feuersturm" steht als Begriff für die Luftangriffe auf Hamburg im Juli 1943. Über 34.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Als tiefste Zäsur des 20. Jahrhunderts brannte sich der "Feuersturm" in Hamburgs Stadtbild und -geschichte ein. Zugleich ist jedoch über die Auswirkungen dieser Kriegserfahrung sowohl im Hinblick auf individuelle als auch auf transgenerationale Folgen wenig bekannt.

Im Rahmen des Projekts "Zeugen des Hamburger ‚Feuersturms‘ und ihre Familien – ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur transgenerationellen Weitergabe traumatischer Kriegserfahrungen", das in Kooperation zwischen Forscherinnen und Forschern des Universitätsklinikums Eppendorf und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte erfolgte, wurden von 2006 bis 2010 144 Interviews erhoben. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Gespräche liegen zum einen auf dem Umgang der Betroffenen mit den Folgen der Zerstörungen und Verlusterfahrungen, zum anderen auf der Bedeutung des "Feuersturms" für die Familiengeschichte.

 

Literatur:

Linde Apel: "Erinnerte Gefühle – erzählte Erinnerungen. Über Erfahrungen in Krieg und Nationalsozialismus.", in: Ruth-E. Mohrmann, (Hg.), Generationenbeziehungen in Familie und Gesellschaft, Münster 2011, S.35-57.

Birgit Möller / Malte Thießen: Familiäre Tradierung des "Feuersturms" in psychologischer und historischer Perspektive: Drei Generationen berichten. In: Zeitschrift für Psychotraumatologie, Psychotherapiewissenschaft, Psychologische Medizin, hg. v. Jörg Frommer und Stefan Trobisch-Lütge, Kröning 2010, S.25-39.

Ulrich Lamparter / Linde Apel / Malte Thießen / Dorothee Wierling / Christa Holstein / Silke Wiegand-Grefe: "Zeitzeugen des Hamburger ‚Feuersturms‘ und ihre Familien. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur transgenerationalen Weitergabe traumatischer Kriegserfahrungen." in: Transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten. Interdisziplinäre Studien zur Nachhaltigkeit historischer Erfahrungen über vier Generationen, hg. v. Hartmut Radebold, Werner Bohleber, Jürgen Zinnecker, Weinheim und München 2008, S.215-255.

Malte Thießen: Das Gedächtnis der Stadt: Hamburgs Gedenken an Luftkrieg und Kriegsende 1943 bis 2005, Hamburg 2006.

 


Mehr Informationen zu unseren Beständen erhalten Sie über:

Werkstatt der Erinnerung
in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Beim Schlump 83 D-20144 Hamburg
Fon: +49 40 - 43 13 97-20 Fax: +49 40 - 43 13 97-40
E-Mail: apel[at]zeitgeschichte-hamburg.de