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Dokumentierte Gespräche über Verfolgungserfahrungen im Nationalsozialismus


Über 1000 lebensgeschichliche,
größtenteils verschriftlichte Interviews


Aktuell:

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Die Werkstatt der Erinnerung (WdE) ist das Oral-History-Archiv
der Forschungsstelle
für Zeitgeschichte in Hamburg. Den Schwerpunkt unserer Sammlung bilden Interviews mit Verfolgten
des NS-Regimes.
Insgesamt behandeln die Interviews thematisch jedoch zahlreiche
Aspekte der deutschen und hamburgischen Zeitgeschichte vom Beginn
der Weimarer Republik bis zu den 1970er Jahren.
Der Bestand umfasst mittlerweile über
1000 Interviews und wird von uns kontinuierlich erweitert.
Sie sind Studentin, Wissenschaftler, Journalistin, Museumsmitarbeiter
oder aus anderen Gründen mit auf Hamburg bezogenen Themen befasst
und suchen nach Aussagen von Zeitzeugen über den Nationalsozialismus
in Hamburg? Oder haben Sie selbst Interviews geführt, die Sie
nun für die wissenschaftliche Nutzung zur Verfügung stellen
möchten?
Als Oral-History-Archiv sehen wir es auch als unsere Aufgabe an,
die eigene Sammlung durch Interviewbestände aus externen Forschungsprojekten
fortlaufend zu ergänzen.
Zudem bieten wir Nutzerberatung, Projektbetreuung und Hilfestellung
bei Fragen zur Interviewdurchführung, Archivierung und Erschließung
an.
Sollten Sie einen Besuch der Werkstatt der Erinnerung in Erwägung
ziehen, dann melden Sie sich bitte – am besten per Email
– kurz an. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich an uns
wenden.
Dr. Linde Apel
(Leiterin)
Tel: 040 – 43 13 97 26
Email
Janine Schemmer
(wiss. Mitarbeiterin)
Tel.: 040 – 43 13 97 23
Email
Ausstellung: In den Tod geschickt. Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945
Eine Ausstellung von Linde Apel
im Auftrag der Behörde für Kultur, Sport und Medien, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
20 Deportationstransporte in den Jahren 1940 bis 1945 prägen heute das Erinnern an den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof. Denn mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt – für die allermeisten ein Weg in den Tod. In seiner 137-jährigen Geschichte auch als gewöhnlicher Personen- sowie als Auswanderer- und Güterbahnhof, symbolisiert der im Osten der neu entstehenden HafenCity gelegene Ort die historische Nähe von Normalität und Barbarei wie kaum ein anderer in Hamburg. So sorgten nicht nur nationalsozialistische Überzeugungstäter, sondern auch zahlreiche willfährige Mitarbeiter von Behörden, Institutionen und Privatunternehmen für den reibungslosen Ablauf der Deportationen. Die „Volksgemeinschaft“, die davon in vielerlei Hinsicht profitierte, sah überwiegend weg. Mit der Ausstellung gedenkt Hamburg der Verfolgung von Juden, Roma und Sinti erstmals gemeinsam. Audio- und Videointerviews, bislang unveröffentlichte Schriftstücke und Fotos, darunter viele aus Privatbesitz, sowie die vollständig präsentierten Deportationslisten geben Opfern, Tätern und den vielen Beteiligten am Massenmord ein bedrückendes Gesicht.
Die Ausstellung "In den Tod geschickt. Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945" war vom 17. Februar bis 26. April 2009 im Kunsthaus Hamburg zu sehen. Auf dem Gelände des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs in der Hafencity ist ein Gedenkort mit einer Dauerausstellung geplant. Informationen zur Ausstellung und den Planungen für den Gedenkort finden Sie auf der Website:
http://hannoverscher-bahnhof.hamburg.de
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit gleichnamigem Titel im Metropol-Verlag erschienen.
Letzte Aktualisierung 4.6.2010
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