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Dokumentierte Gespräche über Verfolgungserfahrungen im Nationalsozialismus


Über 1800 lebensgeschichliche,
größtenteils verschriftlichte Interviews




DIE WELT, 9.1.2012
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Die Werkstatt der Erinnerung (WdE) ist das Oral-History-Archiv
der Forschungsstelle
für Zeitgeschichte in Hamburg. Den Schwerpunkt unserer Sammlung bilden Interviews mit Verfolgten
des NS-Regimes.
Insgesamt behandeln die Interviews thematisch jedoch zahlreiche
Aspekte der deutschen und hamburgischen Zeitgeschichte vom Beginn
der Weimarer Republik bis zu den 1970er Jahren.
Der Bestand umfasst mittlerweile über
1800 Interviews und wird von uns kontinuierlich erweitert.
Sie sind Studentin, Wissenschaftler, Journalistin, Museumsmitarbeiter
oder aus anderen Gründen mit auf Hamburg bezogenen Themen befasst
und suchen nach Aussagen von Zeitzeugen über den Nationalsozialismus
in Hamburg? Oder haben Sie selbst Interviews geführt, die Sie
nun für die wissenschaftliche Nutzung zur Verfügung stellen
möchten?
Als Oral-History-Archiv sehen wir es auch als unsere Aufgabe an,
die eigene Sammlung durch Interviewbestände aus externen Forschungsprojekten
fortlaufend zu ergänzen.
Zudem bieten wir Nutzerberatung, Projektbetreuung und Hilfestellung
bei Fragen zur Interviewdurchführung, Archivierung und Erschließung
an.
Sollten Sie einen Besuch der Werkstatt der Erinnerung in Erwägung
ziehen, dann melden Sie sich bitte – am besten per Email
– kurz an. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich an uns
wenden.
Dr. Linde Apel
(Leiterin)
Tel: 040 – 43 13 97 26
Email
Zum Weiterlesen:
Linde Apel, Klaus David, Stefanie Schüler-Springorum (Hg.): Aus Hamburg in alle Welt. Lebensgeschichten jüdischer Verfolgter aus der „Werkstatt der Erinnerung“, München/Hamburg 2011
Seit etwa 30 Jahren werden von den Nationalsozialisten vertriebene Hamburger Jüdinnen und Juden in kleinen Gruppen in ihre Heimatstadt eingeladen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Werkstatt der Erinnerung“, dem Oral-History-Archiv der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, begleiten diese Besuche seit Jahren und führen Interviews mit den Gästen. Im Mittelpunkt des Buches steht die vielgestaltige Gruppe der Teilnehmer an diesem Besuchsprogramm. Ausgewählte Lebensgeschichten zeigen, wer die Menschen waren, die Hamburg vertrieben hat, wie sie ihr Leben trotz der Verfolgung gestaltet haben und wie dies heute ihr Verhältnis zu ihrer alten Heimat prägt.
Die Portraits werden ergänzt durch Aufsätze über die Geschichte des Neubeginns der Jüdischen Gemeinde nach 1945, über das Besuchsprogramm, das heute vor deutlichen Veränderungen steht, über die „Werkstatt der Erinnerung“ und die Bedeutung der jüdischen Familienforschung für die Teilnehmer des Besuchsprogramms. Die Gäste kommen selbst zu Wort und schildern, wie sie ihren Aufenthalt in ihrer Heimatstadt erlebt haben. Ein Beitrag über ein vergleichbares Besuchsprogramm in Süddeutschland sowie ein Interview mit der langjährigen Organisatorin des Hamburger Besuchsprogramms Carola Meinhardt runden den Band ab.
Artikel zum Jeckes-Projekt:
Letzte Aktualisierung 22.5.2013
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